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Gruß zum 9. November 2019 in den letzten Tagen des Kirchenjahres

Lie­be Weg­ge­fähr­ten, lie­be Geschwis­ter, lie­be Freun­de der fran­zis­ka­ni­schen
Gemein­schaft „pace e bene“,

die Gescheh­nis­se um den soge­nann­ten „Schick­sals­tag der Deut­schen“, den 9. Novem­ber vor Augen las­sen mich heu­te nicht so ein­fach das Got­tes­dienst­blatt für den Sonn­tag  gestal­ten. Gera­de auch nach den kla­ren und beken­nen­den Wor­ten der Jugend­li­chen aus Euro­pa. Sie spra­chen über­zeugt zu unse­rem Auf­trag für die Zukunft, den gemein­sa­men Weg „Euro­pa“. Sie tra­fen sich anläss­lich des Geden­kens „30 Jah­re Mau­er­fall“ in Ber­lin.

Bei der Ver­an­stal­tung an der Ber­nau­er Stra­ße und in der Ver­söh­nungs­ka­pel­le im ehe­ma­li­gen Todes­strei­fen, spra­chen sie über­zeugt zu den Men­schen die­ser Welt, von den Wer­ten für ein gelin­gen­des Leben in Frei­heit und Gerech­tig­keit, von dem dazu not­wen­di­gen „Mit­ein­an­der“. Dafür sei den Jugend­li­chen von Her­zen gedankt.

Ein weiteres läßt mich aufhorchen.

Ges­tern hat­te ich die Ehre, zusam­men mit Sr. Ros­wi­tha, in Kemp­ten Leo Hie­mer ken­nen­zu­ler­nen. Er beschäf­tigt sich seit lan­gem mit dem tra­gi­schen Schick­sal von Gabrie­le Schwarz. 1993 dreh­te er den Spiel­film „Leni … muss fort“, der Gabis kur­ze Lebens­ge­schich­te schil­dert.

Doch Gabis Schick­sal ließ ihn nicht los. Sei­ne Nach­for­schun­gen hat er in dem Buch „Gabi — 1937–1943 — Gebo­ren im All­gäu — ermor­det in Ausch­witz.“

Wie ist das alles zu ertra­gen?
Eine immer wie­der keh­ren­de Fra­ge.

Dabei hilft mir das Evan­ge­li­um des heu­ti­gen Sonn­tags, Lk 20, 27–38.
Beson­ders die Ver­se:

Dass aber die Toten auf­er­ste­hen, hat schon Mose in der Geschich­te vom Dorn­busch ange­deu­tet, in der er den Herrn den Gott Abra­hams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt.
ER ist doch kein Gott der Toten, son­dern der Leben­den, denn für IHN leben sie alle.“

Lk 20, 37–38

In Ver­bin­dung dazu ein Wort aus dem Buch der Psal­men:
„Suche den Frie­den und jage ihm nach.“   Ps 34,15

Wor­te der Bibel, die uns auf­for­dern, das Gesche­hen in die­ser Welt, gera­de auch die Momen­te des 9. Novem­ber „ganz­heit­lich“ zu betrach­ten und im Namen Got­tes mutig und voll Ver­trau­en an der Zukunft der Einen Welt, Got­tes Schöp­fung zu arbei­ten.

Der 9. November im Laufe der Geschichte …

… ich erin­ne­re mich an einen öku­me­ni­schen Got­tes­dienst mit Pfar­rer Micha­el Diet­rich in Pfungstadt, im Geden­ken an die Reichs­po­grom­nacht 1938 …

Die Tex­te von damals spre­chen für sich. Ich füge sie ger­ne bei:
Der 9. Novem­ber im Lau­fe der Geschich­te …

In gro­ßer Dank­bar­keit und Demut im Blick auf Glau­be Hoff­nung und Lie­be rufe ich noch ein­mal:

Suche den Frie­den und jage ihm nach.“   Ps 34,15

PACE E BENE FRIEDE UND GUTES

Dazu erbit­te ich, Got­tes rei­chen Segen:
Der Herr seg­ne dich und behü­te dich.
Er zei­ge dir sein Ange­sicht und erbar­me sich dei­ner.
Er wen­de dir sein Ant­litz zu und schen­ke dir Frie­den.
Der Herr seg­ne Euch, T mei­ne Geschwis­ter

Pace e bene, auch im Namen der Geschwis­ter,
Bru­der Wolf­gang Novak,
Lei­ter der Gemein­schaft

Der 9. November im Laufe der Geschichte …

9.11.1848 „Die standrechtliche Hinrichtung von Robert Blum“

Mit der Erschie­ßung des repu­bli­ka­ni­schen Par­la­ments-abge­ord­ne­ten der Frank­fur­ter Natio­nal­ver­samm­lung nach dem Okto­ber­auf­stand in Wien wur­de zugleich auch die par­la­men­ta­ri­sche Immu­ni­tät Blums durch die Mili­tär­füh­rung im Dienst des öster­rei­chi­schen Kai­ser­hofs gebro­chen.

Die Nie­der­schla­gung des Wie­ner Okto­ber­auf­stands und die Hin­rich­tung Blums gilt als offe­ne Kampf­an­sa­ge der herr­schen­den Ver­tre­ter einer reak­tio­när-restau­ra­ti­ven poli­ti­schen Ord­nung gegen das aus der bür­ger­li­chen März­re­vo­lu­ti­on in den Staa­ten des Deut­schen Bun­des her­vor­ge­gan­ge­ne ers­te demo­kra­tisch gewähl­te gesamt­deut­sche Par­la­ment.

Die Hin­rich­tung Blums mar­kiert einen ent­schei­den­den Wen­de­punkt in der Ent­wick­lung der Deut­schen Revo­lu­ti­on von 1848/49 als Anfang vom Ende die­ser Revo­lu­ti­on.

9.11.1918 „Ausrufung der Republik“

Der weni­ge Wochen zuvor beru­fe­ne Reichs­kanz­ler Max von Baden ver­kün­det ange­sichts der bevor­ste­hen­den Nie­der­la­ge des Deut­schen Rei­ches im Ers­ten Welt­krieg eigen­mäch­tig die Abdan­kung von Kai­ser Wil­helm II. und betraut Fried­rich Ebert (SPD) mit den Amts­ge­schäf­ten.

Eberts Par­tei­ge­nos­se Phil­ipp Schei­de­mann, der ihn im Febru­ar 1919 als Regie­rungs­chef ablö­sen wird, ruft von einem Fens­ter des Reichs­tags­ge­bäu­des die „Deut­sche Repu­blik“ aus.

Am sel­ben Tag, jedoch eini­ge Stun­den spä­ter, ver­kün­det Karl Lieb­knecht, einer der Anfüh­rer des links­re­vo­lu­tio­nä­ren Spar­ta­kus­bun­des, vom Ber­li­ner Stadt­schloss aus eine als Räte­re­pu­blik gedach­te „freie sozia­lis­ti­sche Repu­blik Deutsch­land“. In den nach­fol­gen­den, regio­nal teil­wei­se
bür­ger­kriegs­ähn­li­chen Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen den Ver­fech­tern einer sozia­lis­ti­schen Räte­re­pu­blik und denen einer plu­ra­lis­tisch­par­la­men­ta­ri­schen Demo­kra­tie unter­lie­gen die Anhän­ger des Räte­mo­dells. Lieb­knecht selbst wird zwei Mona­te spä­ter ermor­det. In der wei­te­ren Fol­ge wird im August 1919 das als Wei­ma­rer Repu­blik bezeich­ne­te ers­te demo­kra­tisch struk­tu­rier­te Staats­we­sen in Deutsch­land kon­sti­tu­iert (benannt nach der in Wei­mar tagen­den Natio­nal­ver­samm­lung)

9.11.1923 „Hitler-Ludendorff-Putsch in München“

Erst­mals inter­na­tio­nal wahr­ge­nom­me­nes Auf­tre­ten des Natio­nal­so­zia­lis­mus. Der bis dahin in der brei­ten Öffent­lich­keit kaum bekann­te Par­tei­chef der 1920 aus der Deut­schen Arbei­ter­par­tei her­vor­ge­gan­ge­nen NSDAP, Adolf Hit­ler, schei­tert mit sei­nem Putsch­ver­such bereits nach weni­gen Stun­den vor der Münch­ner Feld­herrn­hal­le, wo es zu 16 Todes­op­fern kommt.

Nach­dem Hit­ler zehn Jah­re spä­ter an die Macht gelangt war, und eine tota­li­tä­re Dik­ta­tur in Deutsch­land errich­tet hat­te, erklär­te er den 9. Novem­ber zu einem Gedenk- und Fei­er­tag wäh­rend der Zeit sei­nes bis 1945 herr­schen­den Regimes, an dem in jähr­lich statt­fin­den­den staat­li­chen Trau­er­fei­ern der so genann­ten „Blut­zeu­gen der Bewe­gung“ gedacht wur­de.

9.11.1938 „Reichskristallnacht“

Nach einem Mord­an­schlag auf einen deut­schen Diplo­ma­ten in Paris insze­nie­ren die Natio­nal­so­zia­lis­ten die Novem­ber­po­gro­me (bis in die Gegen­wart ist die Nacht vom 9. auf den 10. Novem­ber 1938 oft auch unter dem euphe­mis­ti­schen Begriff „Reichs­kris­tall­nacht“ bekannt).

In der NS-Pro­pa­gan­da wer­den die vor allem von SA- und SS-Mit­glie­dern in Zivil­klei­dung began­ge­nen Aus­schrei­tun­gen als Aus­druck des „Volks­zorns“ gegen die Juden dar­ge­stellt. Im gan­zen Gebiet des Deut­schen Rei­ches wer­den jüdi­sche Geschäf­te und Ein­rich­tun­gen demo­liert, Syn­ago­gen in Brand gesteckt. Hun­der­te von Juden wer­den inner­halb weni­ger Tage ermor­det.
Die­se Ereig­nis­se mar­kie­ren den Über­gang von der sozia­len Aus­gren­zung und Dis­kri­mi­nie­rung zur offe­nen Ver­fol­gung der Juden in der Dik­ta­tur des Natio­nal­so­zia­lis­mus. Wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs mün­det der Anti­se­mi­tis­mus in Deutsch­land in den heu­te als Holo­caust bezeich­ne­ten indus­tri­ell betrie­be­nen Völ­ker­mord an etwa 6 Mil­lio­nen euro­päi­schen Juden
und wei­te­ren aus ras­sis­ti­schen Moti­ven aus­ge­grenz­ten Bevöl­ke­rungs­grup­pen in den Ver­nich­tungs­la­gern des NS-Regimes.

9.11.1967 „Unter den Talaren – der Muff von 1000 Jahren“

Bei der fei­er­li­chen Amts­ein­füh­rung des neu­en Rek­tors der Ham­bur­ger Uni­ver­si­tät ent­fal­ten pro­tes­tie­ren­de Stu­den­ten ein Trans­pa­rent mit der Auf­schrift „Unter den Tala­ren – Muff von 1000 Jah­ren“.

Die­ser Slo­gan, eine kri­ti­sche Anspie­lung auf die aus­ge­blie­be­ne Auf­ar­bei­tung der Ver­bre­chen des NS-Regimes bei den gesell­schaft­li­chen Eli­ten West­deutsch­lands, wird zu einem  sym­bol­träch­ti­gen Mot­to der soge­nann­ten „68er-Bewe­gung“ und mar­kiert einen der Höhe­punk­te in der „hei­ßen Pha­se“ der Außer­par­la­men­ta­ri­schen Oppo­si­ti­on der Jah­re 1967/68 in der Bun­des­re­pu­blik und West­ber­lin.

9.11.1989 „Fall der Mauer“

Das ent­schei­den­de Ereig­nis, dem ein knap­pes Jahr spä­ter der Bei­tritt der vor­ma­li­gen DDR zum Gel­tungs­be­reich des Grund­ge­set­zes (der west­deut­schen BRD) folg­te.

Mit der Deut­schen Wie­der­ver­ei­ni­gung wur­de die als Fol­ge des Zwei­ten Welt­kriegs zustan­de gekom­me­ne Spal­tung Deutsch­lands in zwei Staa­ten mit ver­schie­de­nen poli­ti­schen Sys­te­men nach über 40 Jah­ren über­wun­den.

Die Mau­er, die sich 155 km lang durch Deutsch­land schlän­gel­te, beäugt von 155 Wach­tür­men, bewacht von 259 Hun­de­an­la­gen, die eine Nati­on teil­te, die Fami­li­en aus­ein­an­der­riss, war eine der gru­se­ligs­ten Erfin­dun­gen aller Zei­ten.

Sie zeig­te im Bösen, wozu Men­schen fähig sind.

Dass sie dann doch fiel und Men­schen genau vor 30 Jah­ren auf ihr tan­zen konn­ten, zeig­te aber auch, wozu Men­schen fähig sind im Guten.

Den Satz „Die Mau­er muss weg“, konn­te damals jeder unter­schrei­ben
mit­ru­fen.

Die ergänz­ten Gedan­ken zum 30. Jah­res­tag des Mau­er­falls hat Gre­gor Peter Schmitz von der All­gäu­er Zei­tung geschrie­ben.

Am Ende der Gedan­ken bleibt wie­der­um nur in Dank­bar­keit und Demut der Ruf:

Suche den Frie­den und jage ihm nach.“   Ps 34,15

Franziskus trifft den Sultan

Franziskus trifft den Sultan

Eine span­nen­de Begeg­nung

Büh­nen­auf­füh­rung aus Anlass der Begeg­nung zwi­schen Franz von Assi­si und Sul­tan Muham­mad al-Kamil im Nil­del­ta von Ägyp­ten, Herbst 1219.

Ver­an­stal­tet vom Inter­re­li­giö­sen Arbeits­kreis Darm­stadt, nach einem Skript von Hans-Ulrich Wurm.

Fly­er: 19 Fra-Su Eine span­nen­de Begegnung3 fin  (PDF)

11. August 1253: Klara von Assisi gestorben …

Lie­be Weg­ge­fähr­ten, lie­be Geschwis­ter, lie­be Freun­de der fran­zis­ka­ni­schen
Gemein­schaft „pace e bene“,

am Kla­ra Fest 2019 grü­ße ich von Her­zen.

Das Bild von Ange­la Smets hat mich auf mei­ner suche nach Bil­dern und Gedan­ken
zutiefst berührt, auch die Gedan­ken von Bru­der Ste­fan spre­chen mir aus dem
Her­zen.

Bewusst gewor­den ist dabei auch noch ein­mal das Gefühl, tief in mir drin­nen:
Fran­zis­kus schätz­te Kla­ra sehr als Gefähr­tin im Geist und wich­ti­ge Rat­ge­be­rin.
Bei­de ver­band eine tie­fe Freund­schaft, die in ihrer Lie­be zu Jesus Chris­tus und zur
Armut begrün­det lag.

Dank­bar erin­ne­re ich mich dabei an die Wor­te von Bru­der Ste­fan anläss­lich
unse­res 10 jäh­ri­gen Jubi­lä­ums 2016, indem er uns bestärkt „unse­ren“ Weg zu
gehen.

Dank­bar für die Ver­bun­den­heit mit Br. Ste­fan und seit Okto­ber 2018 auch die
Mit­glied­schaft in der infag.

Ein geseg­ne­tes Kla­ra­fest 2019, noch geseg­ne­te Som­mer­tag und uns allen ein
gesun­des Wie­der­se­hen mit pace e bene pane, salus et pax, Ihr/Euer,

Bru­der Wolf­gang Novak,
Lei­ter der Gemein­schaft


Die Gedan­ken von Br. Ste­fan zum Kla­ra Fest 2019 fin­den Sie unter www.infag.de

Das Kreuz von San Damia­no, „Chris­tus“ ist die Mit­te und Blick­rich­tung all ihres Den­kens und Han­delns, ihrer beson­de­ren Gemein­schaft.

Von der Beru­fung bis zur Erfül­lung ihres jewei­li­gen Lebens.

Die Schwes­tern der Hei­li­gen Kla­ra, die Kla­ris­sen von San­ta Chia­ra in Assi­si hüten, pfle­gen die­sen wun­der­ba­ren Schatz.

Bekennt­nis der Geschwis­ter der Gemein­schaft „pace e bene“ mit­ein­an­der und für­ein­an­der, mit Wor­ten der Hl. Kla­ra, an ihrem Gedenk­tag, 11.08.2019

Herr Jesus Chris­tus, ich bit­te dich für mei­ne Schwes­tern und Brü­der, für die
gegen­wär­ti­gen und die kom­men­den:

Gib ihnen die Kraft, den Weg der Ein­falt und Armut zu gehen. Hilf ihnen, ein Leben zu
füh­ren, das von Dir gehei­ligt ist.

Herr Jesus Chris­tus, ich bit­te Dich für mei­ne Schwes­tern und mei­ne Brü­der, für die nahen
und die fer­nen: Lass sie den Duft eines guten Bei­spiels ver­brei­ten. Aber nicht ihre
Ver­diens­te sol­len leuch­ten, son­dern das Erbar­men und die Gna­de Got­tes. Er ist der
frei­gie­bi­ge Spen­der und der Vater der Erbar­mun­gen.

Herr Jesus Chris­tus, ich bit­te Dich für mei­ne Schwes­tern und mei­ne Brü­der: Gib ihnen die
Kraft, ein­an­der zu lie­ben mit Dei­ner Lie­be. Gib ihnen den Mut, die Lie­be, die sie
emp­fin­den, ein­an­der im Tun auch zu zei­gen, damit die Lie­be wach­se und groß wer­de.

Herr Jesus Chris­tus, ich bit­te Dich für mei­ne Schwes­tern und mei­ne Brü­der: Lass sie bis
ans Ende aus­har­ren auf dem Weg, den sie gewählt haben.

Bewah­re sie vor gleich­gül­ti­gen Gedan­ken, vor nach­läs­si­gen Her­zen und unwis­sen­den
Reden. Hilf ihnen, Dir treu zu sein.

Herr Jesus Chris­tus, ich beu­ge mei­ne Knie vor Gott, dei­nem und unse­rem Vater. Ich bit­te
Dich, der Du uns einen guten Anfang geschenkt hast:

Gib uns auch Wachs­tum und Gedei­hen und Beharr­lich­keit bis ans Ende. Amen!

(Freie Über­tra­gung von Moti­ven nach: KQ — Das Tes­ta­ment der hl. Kla­ra 17–23)
Aus
„Assi­si für Pil­ger“ von Br. Hel­mut Schle­gel, Hof­heim

 

Gruß zum Jahreswechsel 2018 / 2019

Lie­be Besu­cher von „pace e bene“,
lie­be Weg­ge­fähr­ten, lie­be Geschwis­ter, lie­be Freun­de der fran­zis­ka­ni­schen Gemein­schaft „pace e bene“.

Zum Jah­res­wech­sel lasst uns noch ein­mal zu Kla­ra von Assi­si schau­en. Als Kla­ra am Ende ihres Lebens in ihrem Tes­ta­ment rück­bli­ckend auf die eige­ne Geschich­te schaut, beschreibt sie das Wesent­li­che davon tat­säch­lich mit „beweg­ten“ Wor­ten — und zugleich kurz und schlicht:

Der Sohn Got­tes ist unser Weg gewor­den!“

Mar­ti­na Kreid­ler-Kos beschreibt das in „Mein Leben leuch­ten las­sen“ wie folgt:

Wege, sind nicht immer drau­ßen.
Nicht alle gehen wir mit Füßen.

Wege, sind nicht immer Stre­cken.
Nicht alle sind zu ver­mes­sen.

Gott, geh mei­ne äuße­ren Wege mit
und die inne­ren auch.

Lie­be Geschwis­ter,

wir dan­ken all denen, die bis­her mit uns gegan­gen sind, sich mit uns ver­bun­den füh­len und in Gebets Gemein­schaft mit uns sind, wo auch immer!!!

Allen, die sich uns anver­trau­en, allen Kran­ken, nah und fern, wün­schen wir gute Ent­schei­dun­gen, gute Gene­sung. Trost den Trau­ern­den, Mut und Kraft allen Suchen­den, Ver­zwei­fel­ten, Fra­gen­den.

Dan­ken wir Gott für das Jahr 2018 und bit­ten Gott um Geleit und Segen für 2019!

Gott, unse­re Zuver­sicht … wie in nach­fol­gen­den Gedan­ken über die „Sicher­heit“

Sicher­heit

Sicher­heit. Die hät­ten wir schon ger­ne.
Was heißt schon Sicher­heit?

Sie setzt der Frei­heit Gren­zen und lässt die Wege enden.
Sie blo­ckiert die Ent­wick­lung und stiehlt der Erfah­rung ihre Ein­sicht.
Sie nimmt der Lie­be den Geschmack und ist der Tod jeder Ver­än­de­rung.
Was die Sicher­heit nicht ver­mag, ver­schenkt die Zuver­sicht.

In die­ser Zuver­sicht wol­len wir unse­ren Auf­trag als fran­zis­ka­ni­sche Gemein­schaft „pace e bene“ für die­ses Jahr anneh­men und mutig den Weg mit­ein­an­der gehen, mit Jesus an unse­rer Sei­te, bestärkt durch Kla­ra und Fran­zis­kus von Assi­si.

Auf­trag und Geschenk wird das Gedenk­jahr aus der Begeg­nung von Fran­zis­kus und dem Sul­tan 1219 sein.

Fran­zis­kus und der Sul­tan:
Iko­ne aus dem Ate­lier der Kla­ris­sen von Jongny/Vebey (Schweiz). Heu­te befin­det sie sich im Kapu­zi­ner­klos­ter von St. Mau­rice /Schweiz).
Links ist zu lesen: „Geseg­net sei Fran­zis­kus – im Namen Got­tes, des Hei­li­gen, des Got­tes für die Ewig­keit.“
Rechts: „Im Him­mel und auf Erden – Frie­de sei mit euch.“

Bei mei­nen Gedan­ken beglei­tet mich die Krip­pe in der Kir­che, in der wir als Gäs­te uns zum Gebet und zum Got­tes­dienst tref­fen kön­nen.

Das Weg Bild, die Kapel­le und die Son­nen­blu­me als Zei­chen der Zuver­sicht unter­strei­chen ein wenig die Gedan­ken zu Kla­ra von Assi­si, zum Weg unse­rer Gemein­schaft, und sind mir von Sr. Mir­jam geschenkt, herz­li­chen Dank dafür.

PACE E BENE FRIEDE UND GUTES

Dazu erbit­te ich, Got­tes rei­chen Segen:
Der Herr seg­ne dich und behü­te dich.
Er zei­ge dir sein Ange­sicht
und erbar­me sich dei­ner.
Er wen­de dir sein Ant­litz zu
und schen­ke dir Frie­den.

Der Herr seg­ne Euch, T mei­ne Geschwis­ter

Pace e bene, Frie­den und alles Gute, auch im Namen der Geschwis­ter, Ihr/Eurer
Bru­der Wolf­gang Novak, CFPB,
Lei­ter der Gemein­schaft

Sommer 2018

Lie­be Besu­cher von „pace e bene“.

In die­sen som­mer­li­chen Tagen, zu Beginn der ers­ten Som­mer­fe­ri­en in unse­rem Land sol­len eini­ge Gedan­ken und Got­tes Segen Sie beglei­ten, zu Hau­se, auf Rei­sen, beim Pil­gern, im Kran­ken­haus, wo immer sie gera­de sind.

Die gro­ßen Fes­te durf­ten wir fei­ern, das eine oder ande­re pri­va­te Fest steht viel­leicht an, bei Ihnen, der Fami­lie, bei Freun­den … den Geschwis­tern der einen Welt.

Heu­te erreich­te mich der Anruf eines Freun­des und Bru­ders, der zur Zeit auf Kor­si­ka mit Men­schen „künst­le­risch“ unter­wegs ist. Er sag­te mir, „mein Bru­der, ich sit­ze gera­de im Gar­ten eines ehe­ma­li­gen Fran­zis­ka­ner Klos­ters, wie für dich gemacht …“. Oh, lie­ber Micha­el, was das in mir berühr­te … Sehn­sucht … nach die­sem Ort … nach Stil­le.

Ein Gedan­ke, der mich zu unse­rem Vater Fran­zis­kus führt. In Assi­si, an der Via Petro­sa, am Weg von der Stadt ins Tal, fin­det Fran­zis­kus das ver­las­se­nen Klos­ter San Mas­sen, des­sen Kryp­ta zieht ihn an. Ihr Halb­dun­kel ent­spricht sei­ner see­li­schen Stim­mung und ihre Stil­le lässt ihn in sein eige­nes Inne­res hören. Ein Ort um sich selbst zu fin­den.

Genau­so ist es mir vor Jahr­zehn­ten ergan­gen, als ich wie­der ein­mal in der Kryp­ta sein konn­te. Dort habe ich zum ers­ten Mal wirk­lich ver­spürt, wie mir Chris­tus begeg­net, auf Augen­hö­he. Mit offe­nen Augen, offe­nen Ohr, offe­nen Armen und offe­nem Her­zen. In der Stil­le, mit den Augen mei­nes Her­zens im Blick auf das Kreuz von San Damia­no.

Die Gedan­ken von Br. Niklaus Kus­ter ofmcap, inspi­riert vom Gedicht von Andrea Schwarz, sol­len Sie beglei­ten auf den Wegen auf denen Sie jetzt sind, auf die Sie sich auf­ma­chen …

Stil­le“ ist ein Got­tes­na­me in allen Reli­gio­nen.

Stille

Lass mich dann und wann zu mir kom­men
und das Außen las­sen, mich sam­meln,
bei mir selbst ein­keh­ren und ganz bei mir sein.

Wenn der Lärm ver­ebbt, die Gedan­ken sich legen
und die Gefüh­le ruhig wer­den,
wenn ich aus dem Reden ins Hören kom­me und aus dem Tun ins Sein.

Dann kannst DU zu mir kom­men,
dann kannst DU zur Welt kom­men in mir -
und durch mich zu den Men­schen.

Lie­be Schwes­tern und Brü­der, die­se „Stil­le Erfah­rung“ wün­sche ich ihnen, so wie es für Sie mög­lich sein kann.

Für heu­te will ich „Dan­ke sagen“ für das mit­ein­an­der beten, hier und über­all, dan­ke für all das was der Herr durch Sei­nen Ruf mög­lich gemacht hat, im Ver­trau­en auf IHN, über­ra­schend am Weg.

So gehen wir, auch als Gemein­schaft, wei­ter unse­ren Weg in Dank­bar­keit und Demut mit den Schluss­ge­dan­ken des Hl. Fran­zis­kus aus dem Son­nen­ge­sang.

Lobt und preist mei­nen Herrn und dankt ihm und dient ihm mit gro­ßer Demut.

Der Segen Got­tes beglei­te Sie / Euch, zu Hau­se, an dem Ort des Die­nens, unter­wegs in den Feri­en, in den schö­nen und schwie­ri­gen Zei­ten unse­res Lebens …

Der Herr seg­ne dich und behü­te dich.
Er zei­ge dir sein Ange­sicht
und erbar­me sich dei­ner.
Er wen­de dir sein Ant­litz zu
und schen­ke dir Frie­den.

Der Herr seg­ne Euch, T mei­ne Geschwis­ter

Pace e bene, Frie­den und alles Gute, auch im Namen der Geschwis­ter, Ihr/Eurer
Bru­der Wolf­gang Novak, CFPB,
Lei­ter der Gemein­schaft

 

Frühjahr 2018

Lie­be Besu­cher von „pace e bene“.

Das Mise­re­or Hun­ger­tuch:

Hoff­nung den Aus­ge­grenz­ten“, von Sie­ger Köder will uns in den kom­men­den Wochen hel­fen, wie wir trotz aller Wider- und Umstän­de, allem Für und Wider zum Trotz … uns auf die Sei­te der Armen, Schwa­chen und Aus­ge­grenz­ten zu stel­len.

Der Maler, der am 9.2.2015 im Alter von 90 Jah­ren ver­stor­ben ist, hat sei­ne leuch­ten­den und aus­drucks­star­ken Bil­der in Form eines Tri­pty­chons gemalt. Chris­tus in der Mit­te hat mit Sei­nem Lei­den und Sei­nem Tod den lei­den­den und aus­ge­grenz­ten Men­schen Hoff­nung gege­ben.

Die bei­den Außen­flü­gel zei­gen sol­che Geschich­ten der Hoff­nung aus dem Alten und Neu­en Tes­ta­ment.

Das Auf­fal­lends­te an die­sem Tuch ist der kras­se Gegen­satz einer dunk­len Atmo­sphä­re in der Mit­te und leuch­ten­der Far­ben in den Sei­ten­bil­dern, und die fast uner­träg­li­che Span­nung zwi­schen dem ver­zwei­fel­ten Schrei des Gekreu­zig­ten und dem hoff­nungs­vol­len Aus­blick der Geret­te­ten.

Das letz­te Wort in der Geschich­te heißt nicht Unter­gang, son­dern Ret­tung.

Gott ret­tet uns in sei­nem Sohn, der uns liebt mit unend­li­cher Lie­be, wofür Blut und Was­ser, die aus einer Sei­te flie­ßen ( Joh 19,34 ) Bild und Gleich­nis sind.

Text nach Theo Schmid­konz SJ

Dei­ne Wege, Herr, sind Huld und Treue für alle, die dei­nen Bund bewah­ren.

Zei­ge mir, Herr, dei­ne Wege, leh­re mich dei­ne Pfa­de!
Füh­re mich in dei­ner Treue und leh­re mich; denn du bist der Gott mei­nes Hei­les.
Auf dich hof­fe ich alle­zeit.
Psalm 25, 4–5

Schau­en wir zu Beginn auf Jesus, den Gekreu­zig­ten:

Mit­tel­punkt des Hun­ger­tu­ches ist und bleibt der Gekreu­zig­te.

Von ihm sagt der Hebrä­er­brief:

„Er hat uns den neu­en und leben­di­gen Weg erschlos­sen durch den Vor­hang hin­durch!“ Hebr 10, 20.

Das will auch der Maler auf sei­ne Wei­se: Durch den Vor­hang sei­ner Farb­bil­der hin­durch öff­net er uns einen Weg vom Kreuz zur Auf­er­ste­hung. Der Vor­hang „zer­reißt“. Im Hin­ter­grund schau­en wir in eine schwar­ze Nacht, in einen Abgrund, über dem einer stirbt und schreit. Damit zer­reißt auch man­che fest ver­wur­zel­te Vor­stel­lung von Gott, zer­rei­ßen Wün­sche und Träu­me, die wir nur für uns sel­ber hat­ten, nicht aber für ande­re.

Der Vor­hang zer­reißt; aber was wich­ti­ger ist: Er „reißt auf“ – die Sicht einer neu­en Welt, in der das Leben über den Tod (Sint­flut), die Ohn­macht (Mir­jam) über die Macht, das Tei­len (im Mahl) über den Hun­ger, die Lie­be über das Aus­ge­grenzt sein (des Gelähm­ten) tri­um­phiert.

Gewiss: Der Gekreu­zig­te des Hun­ger­tuchs scho­ckiert, tut weh. Er steht ja stell­ver­tre­tend für alle Lei­den­den und Ver­letz­ten, für die der ver­wun­de­te Arm auf fast allen Farb­bil­dern ein Sym­bol ist. Die Bot­schaft vom Kreuz wird jedoch zur Bot­schaft der Hoff­nung durch ein Motiv des Malers, das wie eine Man­dor­la den Gekreu­zig­ten umschließt: der Regen­bo­gen, der mit sei­nen Far­ben in allen vier Sei­ten­bil­dern auf­scheint. Er ver­kün­det am deut­lichs­ten:

Das letz­te Wort in der Geschich­te heißt nicht Unter­gang, son­dern Ret­tung.“

Der Gott Noachs und Mir­jams, der Gott der Hun­gern­den und Aus­ge­grenz­ten, ret­tet uns. Er ret­tet uns in sei­nem Sohn, der uns liebt mit unend­li­cher Lie­be, wofür Blut und Was­ser, die aus sei­ner Sei­te flie­ßen (Joh 19,34) Bild und Gleich­nis sind.

Aus dem Mise­re­or Begleit­heft 1995/96 mit Gedan­ken von P. Theo Schmid­konz, SJ, Maler Sie­ger Köder+.

Herz­li­che Ein­la­dung an Sie alle, mit auf den Weg zu gehen. Ein wenig „Pro­vi­ant“ für den Weg durch die Wüs­ten der heu­ti­gen Zeit kön­nen Sie auf der HP unse­rer Gemein­schaft, in unse­ren Got­tes­diens­ten fin­den.

In den Got­tes­diens­ten wer­den uns neben den Bibel Tex­ten, Gedan­ken der Patro­ne unse­rer Gemein­schaft, Fran­zis­kus und Kla­ra von Assi­si, beglei­ten, stär­ken, Ori­en­tie­rung geben.

Ger­ne beglei­ten wir Sie mit unse­ren Gebe­ten. Gedan­ken.

Die Got­tes­dienst­zei­ten fin­den Sie auf der Home Page.

Wagen Sie es, wagen wir es!

So gehen wir wei­ter unse­ren Weg in Dank­bar­keit und Demut mit den Schluss­ge­dan­ken des Hl. Fran­zis­kus aus dem Son­nen­ge­sang.

Lobt und preist mei­nen Herrn und dankt ihm und dient ihm mit gro­ßer Demut.

Der Segen Got­tes beglei­te Sie / Euch.

Der Herr seg­ne dich und behü­te dich.
Er zei­ge dir sein Ange­sicht
und erbar­me sich dei­ner.
Er wen­de dir sein Ant­litz zu
und schen­ke dir Frie­den.

Der Herr seg­ne Euch, T mei­ne Geschwis­ter

Pace e bene, auch im Namen der Geschwis­ter,
Bru­der Wolf­gang Novak, CFPB,
Lei­ter der Gemein­schaft


Bil­der:
Hun­ger­tuch von Sie­ger Köder+, nach Mise­re­or Blog.
Fran­zis­kus und Kla­ra, gefun­den bei den Thui­ner Fran­zis­ka­ne­rin­nen

Gruß zu Weihnachten 2017

Lie­be Besu­cher von „pace e bene“, in die­sen Tagen vor Weih­nach­ten.

Lie­be Weg­ge­fähr­ten, lie­be Geschwis­ter, lie­be Freun­de der fran­zis­ka­ni­schen Gemein­schaft „pace e bene“,

im nun zu Ende gehen­den Advent, Weih­nach­ten und das Jahr 2018 schon vor Augen, will ich noch ein­mal dar­an erin­nern, wie sehr mir neben der Lit­ur­gie, dem Gebet, unse­re Gemein­schaft sehr am Her­zen liegt.

Die Gedan­ken von Br. Ste­fan Feder­busch, ofm, Hof­heim, haben uns ange­regt, auf uns und die Gemein­schaft „pace e bene“ in die­ser Zeit beson­ders zu schau­en.

Wir haben Gott gebe­ten, unse­re Beru­fung „neu“ in Blick neh­men zu kön­nen, auf dem Weg zur Weih­nacht 2017.

In 27 Ele­men­ten reflek­tiert Bru­der Ste­fan Feder­busch die fran­zis­ka­ni­sche Spi­ri­tua­li­tät und ihre kon­kre­te Umset­zung. Die Mensch­wer­dung Got­tes, sei­ne Gegen­wart mit­ten in der Welt, unter den Schwa­chen und Klei­nen, ist für Fran­zis­kus von gro­ßer Bedeu­tung. Gott lebt mit­ten in sei­ner Schöp­fung, mit­ten in der Welt. Sie bil­det das 7. Ele­ment in der Betrach­tung fran­zis­ka­ni­scher Spi­ri­tua­li­tät.

7. Eine welt­be­ja­hen­de „ein­ge­fleisch­te“ Spi­ri­tua­li­tät ent­wi­ckeln

Der Eine Gott wohnt jedoch „in unzu­gäng­li­chem Licht“ (1 Tim 6,16). Durch die Mensch­wer­dung sei­nes Soh­nes hat er sich für uns Men­schen erkenn­bar gemacht. Die Inkar­na­ti­on Got­tes ist für Fran­zis­kus der zen­tra­le Aus­gangs­punkt sei­nes Got­tes­ver­ständ­nis­ses. Der gro­ße Gott macht sich klein, er ent­äu­ßert sich. Er ist der demü­ti­ge.

Du bist die Demut“ betet Fran­zis­kus im Lob­preis Got­tes (Lob­Gott 4).

Fran­zis­kus ist der­art fas­zi­niert von die­sem Geheim­nis, dass er es in Greccio nach­spie­len lässt, die ers­te Krip­pen­fei­er der Geschich­te (vgl. 1/2 C 84).

Bild: Fami­li­en­ar­chiv

Durch sei­ne Mensch­wer­dung wird die Nähe Got­tes in die­ser Welt erfahr­bar. Der gro­ße Gott macht sich klein, er ent­äu­ßert sich. Er ist der demü­ti­ge.“

Durch sei­ne Mensch­wer­dung wird die Nähe Got­tes in die­ser Welt erfahr­bar. Auch wenn Fran­zis­kus for­mu­liert: Nach der Begeg­nung mit dem Aus­sät­zi­gen „hielt ich eine Wei­le inne und ver­ließ die Welt“ (Test 3), so meint dies ein Ver­las­sen sei­ner bis­he­ri­gen Welt und einen Stand­ort­wech­sel (s. u.), der mit einer neu­en Hin­wen­dung zur Welt ver­bun­den war: zur Welt, in die Gott sich „ein­ge­fleischt“ hat, die er bejaht, die er erlö­sen will. „Welt“ ist als Schöp­fung posi­tiv zu sehen. „Welt“ ist aber auch der Ort, an dem sich der Mensch von Gott los­sagt und sich in sich selbst ver­schließt. Die­se Art von Welt ver­lässt Fran­zis­kus, um ein Leben der „Buße“ zu füh­ren, d.h. ein Leben in der Hin­wen­dung zu Gott (s. u.).

Eine welt­be­ja­hen­de „ein­ge­fleisch­te“ Spi­ri­tua­li­tät ent­wi­ckeln bedeu­tet heu­te:

  • Beja­hung der Welt
  • Christ­li­ches Leben mit­ten in der Welt (nicht Welt­flucht)
  • Eine geer­de­te Spi­ri­tua­li­tät in der Hal­tung der Demut („humi­li­tas“: dar­in steckt „humus“ = Boden)
  • Die Hin­wen­dung zu den Men­schen
  • Das Ach­ten des Klei­nen und Gerin­gen

An die­ser Stel­le ein herz­li­ches Dan­ke schön an unse­ren Bru­der Ste­fan für sei­ne Beglei­tung.

So gibt es gute Gedan­ken für die Gemein­schaft, getrost unse­ren Weg der Beru­fung zu gehen. Als Sum­me vie­ler ein­zel­ner Beru­fun­gen, in wun­der­ba­rer Bunt­heit, als Schwes­tern und Brü­der, eine welt­be­ja­hen­de ein­ge­fleisch­te Spi­ri­tua­li­tät mit­ein­an­der zu ent­wi­ckeln und zu leben.

Dazu erbit­ten wir Dein/Ihr Gebet!

Made­lei­ne Del­brêl ergänzt das für uns alle:

Wie­der beginnt ein Tag. Jesus Chris­tus will ihn mit mir leben. Er hat sich nicht ein­ge­schlos­sen. Er ist unter uns Men­schen gewan­delt. Er ist mit mir unter den Men­schen heu­te gegen­wär­tig. Geprie­sen sei jeder neue Tag!
Er ist wie Chris­ti Geburt für die Erde. Denn Jesus in mir wird die­sen Tag mit mir leben!“

In die­ser Freu­de, mit sei­nem Ver­trau­en gestärkt, das uns wie­der geschenkt wird am „Christ­fest“ wol­len wir froh und mutig ins neue Jahr 2018 gehen.

 

PACE E BENE FRIEDE UND GUTES

Foto von J. Krüll­mann — Assi­si Pil­ger­fahrt 2015 – La Ver­na

Dazu erbit­te ich, Got­tes rei­chen Segen:

Der Herr seg­ne dich und behü­te dich.
Er zei­ge dir sein Ange­sicht
und erbar­me sich dei­ner.
Er wen­de dir sein Ant­litz zu
und schen­ke dir Frie­den.

Der Herr seg­ne Euch, T mei­ne
Geschwis­ter

 

Pace e bene, auch im Namen der Geschwis­ter,
Bru­der Wolf­gang Novak, CFPB,
Lei­ter der Gemein­schaft

Sommer 2017

Lie­be Besu­cher von „pace e‑bene“,

in die­sen som­mer­li­chen Tagen nach Ostern, Chris­ti Him­mel­fahrt und Pfings­ten, ein herz­li­ches Grüß Gott von der fran­zis­ka­ni­schen Gemein­schaft „pace e bene“.

Das „neue“ Kreuz­bild unse­res Freun­des Johan­nes Selch war ein geseg­ne­ter Über­gang von einer gna­den­rei­chen Fas­ten — Pas­si­on — Oster­zeit zum neu­en Auf­bruch, dem Pfingst­fest 2017.

Das Gold des Kreu­zes, mit dem Rot der Lie­be Got­tes zu sei­ner Schöp­fung, strahlt hin­ein in unse­ren All­tag, leuch­tet uns den Weg mit der Zusa­ge des Herrn: „Fürch­te dich nicht, ich bin bei dir alle Tage dei­nes Lebens!“

Pfings­ten 2017 waren es 25 Jah­re her, dass der Herr mich in sei­ne Kir­che in Dienst nahm, in die Seel­sor­ge rief. Die Grund-gedan­ken fran­zis­ka­ni­scher Spi­ri­tua­li­tät, das Vor­bild des Hl. Fran­zis­kus und der Hl. Kla­ra in der Nach­fol­ge Jesu, sind mir in den ver­gan­ge­nen 25 Jah­ren mei­nes Diens­tes als Dia­kon, als Bru­der Wolf­gang immer wich­ti­ger gewor­den.

Der Geist Got­tes hat dies wei­ter geführt und uns in der Gemein­schaft „pace e bene“ den Auf­trag anver­traut, mit sei­ner Hil­fe, Dienst nach dem Hl. Evan­ge­li­um zu tun, kann man sich den „Augen des Herrn“ doch nicht ent­zie­hen …

An die­sem Pfingst­fest leg­te ich dem Herrn unse­re Gemein­schaft beson­ders ans Herz, sei­nen Plan immer mehr zu erken­nen und zu befol­gen, „wenn und wie es Gott gefällt“, „ins­hal­la“.

Dan­ke für das mit­ein­an­der beten, hier und über­all, dan­ke für all das was der Herr durch Sei­nen Ruf mög­lich gemacht hat, im Ver­trau­en auf Sei­nen Segen für den wei­te­ren Weg.

So gehen wir wei­ter unse­ren Weg in Dank­bar­keit und Demut mit den Schluss­ge­dan­ken des Hl. Fran­zis­kus aus dem Son­nen­ge­sang.

Lobt und preist mei­nen Herrn und dankt ihm und dient ihm mit gro­ßer Demut.

Der Segen Got­tes beglei­te Sie / Euch, zu Hau­se, an dem Ort des Die­nens, unter­wegs in den Feri­en, in den schö­nen und schwie­ri­gen Zei­ten unse­res Lebens …

Der Herr seg­ne dich und behü­te dich.
Er zei­ge dir sein Ange­sicht
und erbar­me sich dei­ner.
Er wen­de dir sein Ant­litz zu
und schen­ke dir Frie­den.
Der Herr seg­ne Euch, T mei­ne Geschwis­ter

Pace e bene, Frie­den und alles Gute, auch im Namen der Geschwis­ter, Ihr/Euer
Bru­der Wolf­gang Novak, CFPB,
Lei­ter der Gemein­schaft


PS: … noch eini­ge Fotos aus dem Semi­nar „Der Son­nen­ge­sang des Franz von Assi­si“, das Bru­der Wolf­gang im März im Haus der Stil­le in Wei­ten­ha­gen beglei­ten konn­te.

Fastenzeit 2017

Lie­be Besu­cher von „pace e‑bene“,

es liegt etwas in der Luft, ich kann es noch nicht erken­nen, es ist noch ein wenig ver­bor­gen in die­sen ers­ten Tagen des März. Und doch ist es zu spü­ren, etwas Neu­es bahnt sich an, neu­es Leben ist im Wer­den.

An den Bäu­men wer­den die Knos­pen pral­ler, die Son­ne hat schon mehr Kraft und ein Duft liegt in der Luft, anders als im aus­ge­hen­den Win­ter.

Noch etwas ver­bor­gen das Gan­ze, noch braucht es Zeit, sich den Weg zu bah­nen in unse­re Welt … der Früh­ling, das neue Leben Ostern heißt das Ziel.

So gilt es auf den Weg zu gehen und der führt bekannt­lich erst ein­mal durch die Wüs­te, so wie bei Jesus im Evan­ge­li­um (Mt 4,1–11) des ers­ten Sonn­ta­ges der Fas­ten­zeit.

Am Anfang steht ein hilf­rei­ches Wort von Simo­ne Weil:

Für den Glau­ben­den ist die Wüs­te Weg. Für den, der nicht glaubt, ist sie das Nichts. Und aus dem Nichts kom­men die trost­lo­se Trau­er und die Sün­de. Und alle Sün­den sind Ver­su­che, eine Lee­re aus­zu­fül­len.

So lade ich ein, mit auf den Weg zu gehen, durch die Wüs­te, hin zu Ostern.

Mit der Gemein­schaft wer­den wir die­sen Weg gehen im Blick auf das Hun­ger­tuch von Mise­re­or 2017 das der nige­ria­ni­sche Künst­ler Chi­di Kwu­bi­ri geschaf­fen hat.

Mit der wun­der­ba­ren Bot­schaft:
„Ich bin, weil du bist!“ Es ist zu sehen in der Kapel­le der Hl. Geist Kir­che in See­heim. Eini­ge Gedan­ken dazu fin­den Sie auf www.pace-e-bene.de.

Neben Fran­zis­kus und Kla­ra beglei­tet uns, in der Nach­fol­ge Jesu, auch „Bru­der Klaus“, Niklaus von Flüe.

Zu Bru­der Klaus gibt es im Jahr 2017 eini­ge run­de Jah­res­ta­ge: Vor 600 Jah­ren, im Jahr 1417, wur­de Bru­der Klaus gebo­ren. 1467, also vor 550 Jah­ren, ver­ließ er sei­ne Fami­lie. Und zwan­zig Jah­re spä­ter, im Jahr 1487, starb er.

Die­se Eck­da­ten mar­kie­ren ein beein­dru­cken­des Leben: Oft konn­ten wir an sei­nem Lebens­ort Rast machen, „auf­tan­ken“ auf dem Weg nach Assi­si.

Dan­ke Bru­der Klaus für Dein Vor­bild, Dein Zeug­nis, Dei­ne Ermu­ti­gung auf dem Weg des Jesus von Naza­reth – heu­te. In tie­fem Respekt vor Dei­ner Frau Doro­thea Wyss, Dei­nen Kin­dern und ihren Fami­li­en.

Dan­ke auch für Dein Gebet, das uns mit dem Beru­fungs­ge­bet von Fran­zis­kus wich­ti­ge Ori­en­tie­rung ist, ein Her­zens­ge­bet:

 

Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hin­dert zu dir.
Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich för­dert zu dir.
Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.

Erklä­run­gen zum Medi­ta­ti­ons­bild fin­den Sie im Inter­net zu Bru­der Klaus

 

Herz­li­che Ein­la­dung an Sie alle, mit auf den Weg zu gehen. Ein wenig „Pro­vi­ant“ für den Weg durch die Wüs­ten der heu­ti­gen Zeit kön­nen Sie auf der HP unse­rer Gemein­schaft, in unse­ren Got­tes­diens­ten fin­den. Ger­ne beglei­ten wir Sie mit unse­ren Gebe­ten. Gedan­ken. Die Got­tes­dienst­zei­ten fin­den Sie auf der Home Page. Wagen Sie es, wagen wir es!

So gehen wir wei­ter unse­ren Weg in Dank­bar­keit und Demut mit den Schluss­ge­dan­ken des Hl. Fran­zis­kus aus dem Son­nen­ge­sang.

Lobt und preist mei­nen Herrn und dankt ihm und dient ihm mit gro­ßer Demut.

Der Segen Got­tes beglei­te Sie / Euch.

Der Herr seg­ne dich und behü­te dich.
Er zei­ge dir sein Ange­sicht
und erbar­me sich dei­ner.
Er wen­de dir sein Ant­litz zu
und schen­ke dir Frie­den.
Der Herr seg­ne Euch, T mei­ne Geschwis­ter
Pace e bene, auch im Namen der Geschwis­ter,
Bru­der Wolf­gang Novak, CFPB,
Lei­ter der Gemein­schaft